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Das Projekt

LauenhagenGas ist ein Projekt zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen im Erlaubnisfeld Lauenhagen in Niedersachsen. Das vom ehemaligen Steinkohlenbergbau geprägte Gebiet soll im Laufe der nächsten Jahre auf Kohlenflözgasvorkommen hin untersucht werden. Dabei setzt die LauenhagenGas auf ökologische wie soziale Verantwortung und Transparenz.

Projektbeschreibung

Das Erlaubnisfeld »Lauenhagen« liegt im Landkreis Schaumburg und hat eine Größe von rund 24 km². Das Gebiet ist vom ehemaligen Steinkohlenbergbau geprägt, in dem bis Anfang der 60er Jahre die Steinkohle des sogenannten »Wealden« abgebaut wurde. Das Ziel des Projektes LauenhagenGas ist, das Erlaubnisfeld auf Methan- bzw. Flözgasvorkommen zu untersuchen. Aktuell ist dazu die erste Bohrung »Lüdersfeld 2« geplant.

Bild 1: Erlaubnisfeld Lauenhagen

 

Geologie
Das Erlaubnisfeld liegt in der sogenannten Schaumburger Mulde, in der Schichten aus der »Unteren Kreide« abgelagert sind. Die Ablagerungen wurden vor etwa 150 bis 130 Mio. Jahren gebildet. Ein Wechsel aus Sumpfwaldmooren, Überflutungen, brackischen und festländischen Ablagerungen in einem tropisch bis subtropischen Klima waren die Grundlage für die Bildung von bituminösen und flözführenden Schichten.

 

Bild 2: schematisches Blockdiagramm

 

Bohrung Lüdersfeld 2
Bei der geplanten Bohrung Lüdersfeld 2 handelt es sich um eine Aufsuchungsbohrung für Methan. Den Zielhorizont der Bohrung stellt der »Wealden« dar (Bückeberg-Formation), wobei das Hauptaugenmerk auf dem sogenannten »Flöz 3« (Hauptflöz) liegt, das auch weiträumig bis Anfang der 60er Jahre abgebaut wurde und eine beachtliche Gasführung aufwies. Die Lagerstätte wird in einer Tiefe von ca. -450 bis -500 m zu NN erwartet.

 

Bild 3: Profil der Bohrung


Der Bohrplatz liegt auf dem ehemaligen Schachtgelände Lüdersfeld, das seit dem Bergbau als Gewerbegebiet genutzt wird.

Es ist eine abgelenkte Bohrung mit einer Länge von etwa 950 m geplant. Sie soll parallel zu der ehemaligen Untertage-Verbindungsstrecke Lüdersfeld-Beckedorf verlaufen.

Bild 4: Lageplan der Bohrung


 

 

Erlaubnisfeld Lauenhagen

Erlaubnisfeld Lauenhagen

 

schematisches Blockdiagramm

schematisches Blockdiagramm

 

Profil der Bohrung

Profil der Bohrung

 

Lageplan Bohrplatz

Lageplan der Bohrung
 

Projektphasen

April 2014 Erteilung der Erlaubnis Lüdersfeld 
2014

Datenrecherche, Aufbereitung der Unterlagen, Information der politischen Gremien über das Vorhaben

1. Hj. 2015 geologische Auswertung, Lagerstättenmodellierung
2. Hj. 2015geologische und technische Bohrplanung
1. Hj. 2016

Bohrausschreibung und Beauftragung Bohrunternehmen, Bürgerinformation mit Behörde

2. Hj. 2016

Erstellung und Abgabe der Betriebspläne, Beteiligung der Betriebspläne, Bohrplatzbau

2018Bohrung und Tests
Projektphasen

Historie

Der Schaumburger Raum ist geprägt von einer langen Bergbaugeschichte. Über mehrere Jahrhunderte wurde hier die Steinkohle des »Wealden« abgebaut. Bedeutung hatte hierbei fast ausschließlich das »Flöz 3« (Hauptflöz), das eine mittlere Mächtigkeit von etwa 0,5 m aufweist.

Der frühe Abbau fand zum größten Teil im Raum Obernkirchen statt. Während die Abbautätigkeiten zuerst nahe der Oberfläche stattfanden, ging man Anfang des 19. Jh. unter Einsatz von Schächten in den Tiefbau über. Um 1900 erfolgten eine starke Modernisierung der Bergbauanlagen sowie die Erschließung weiterer Reviere (Lieth-Revier, Revier Beckedorf).

Gegen Ende der 30er Jahre gingen die bisher erschlossenen Kohlenvorräte bereits zur Neige. Um für weitere Jahrzehnte den Steinkohlenabbau zu sichern, wurde nach erfolgreichen Explorationstätigkeiten der Schacht Lüdersfeld abgeteuft, der bei einer Teufe von 527 m das 0,9 m mächtige Flöz 3 erreichte.
 

Die anschließende Auffahrung der Verbindungsstrecke Lüdersfeld-Beckedorf wurde durch enorme Gasaustritte erheblich erschwert. Mittels Gasabsaugungen konnte man den weiteren Zustrom des Gases technisch beherrschen und man begann, es wirtschaftlich zu nutzen.
 

Anfang der 60er Jahre musste der Obernkirchener Steinkohlenbergbau auf Grund der Kohlekrise geschlossen werden. Mit der Stilllegung des Bergbaus wurde auch die Gasförderung beendet, obwohl die Gasvorkommen noch lange nicht erschöpft waren.
 

Mit dem geplanten Projekt soll geprüft werden, ob dieses Gas auch heute noch gewonnen und genutzt werden kann, wie das in anderen stillgelegten Kohlerevieren vielfach erfolgreich aufgenommen wurde.

 
 

Bild 5: Kühlturm des Schachtgeländes Lüdersfeld

Bild 6: Reviere des Bergwerks Obernkirchen

Khlturm des Schachtgelndes Ldersfeld

Kühlturm des Schachtgeländes Lüdersfeld

 

Reviere des Bergwerks Obernkirchen

Reviere des Bergwerks Obernkirchen
 

Umweltaspekte

Schutz von Mensch, Natur und Umwelt
Bei allen Aktivitäten der LauenhagenGas steht der Schutz von Mensch, Natur und Umwelt im Vordergrund. Neben der Einhaltung der strengen deutschen Umwelt- und Sicherheitsstandards gehen die Bemühungen unseres Unternehmens noch darüber hinaus, wie beispielsweise bei der Festlegung des Bohrplatzes, bei der zusätzlich der geringstmögliche Eingriff in das Landschaftsbild gewährleistet ist.
Nicht zuletzt liegt das Hauptaugenmerk bei potentiellen Gasförderungen auf der Entwicklung und Anwendung einer möglichst sicheren Prognose der geologischen und mechanischen Verhältnisse im Untergrund mit dem Ziel, die natürlich vorhandenen Wegsamkeiten für eine Gasförderung zu nutzen. (siehe »Konzept« u. Homepage PVG)

 

Gasförderung als emissionsarme Energieerzeugung
Im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern ist Erdgas der emissionsärmste. Zusätzlich wirkt eine Gasförderung der Methanisierung des Untergrundes und somit des Grundwassers entgegen.

 

Förderung der heimischen, dezentralen Gasförderung
Eine heimische Gasförderung reduziert die Abhängigkeit von ausländischen Gasanbietern.